Zwei Schwächephasen besiegeln die 2. Niederlage

mA-OL:   TV Korschenbroich  –  SG Überruhr        37 : 33   (21 : 19)

Letzten Samstag, den 30.09., durfte unsere männliche A-Jugend ihr zweites Auswärtsspiel  bei der Oberliga-Dauerkonkurrenz aus dem Niederrhein, dem TV Korschenbroich, absolvieren. Da Pierre Sieberin zeitgleich mit der 1.Herren unterwegs war, musste diesmal Tristan Kulbartsch, Trainer der 2.Herren, als Betreuer einspringen. Unsere Jungs, die bislang noch nie Punkte aus der Waldsporthalle mitgenommen haben, waren vorgewarnt, denn die Heimstärke der Niederrheiner ist allen gut in Erinnerung geblieben. Der TVK war ähnlich gut in die Oberligasaison gestartet und wollte vor einer guten Kulisse einen weiteren Konkurrenten um die vorderen Tabellenplätze hinter sich lassen. Dass es aber so ein torreiches Spiel werden würde, hatte man angesichts der bisherigen guten Abwehrleistungen auf beiden Seiten nicht erwartet.

Zu Beginn des Matches erarbeitete sich die SGÜ einen 2-Tore-Vorsprung, den man bis zur 7. Minute beim Stand von 3:5 halten konnte. Bis hierhin merkte man den Abwehrreihen an, dass sie sich noch nicht sortiert hatten und wenig Einfluss auf die gegnerischen Angriffsmaßnahmen ausüben konnten. Bis zur 16. Minute nutzte der TVK eine unerklärliche Schwächephase der Essener, die in mehreren Abspielfehlern im Spielaufbau gipfelten, um mit 13:7 trotz des ersten SGÜ-Timeouts deutlich in Führung zu gehen. Die Essener zeigten aber Moral, legten zunächst die Nervosität im Spielaufbau ab und kämpften sich bis zur 22. Minute wieder auf 15:14 heran. Jetzt blieb es lange Zeit ausgeglichen und keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Man muss aber festhalten, dass an diesem Tag beide Teams die Abwehrarbeit arg vernachlässigten und mehr auf Torausbeute aus waren. Damit ging man mit einer verdienten 21:19-Führung für die Niederrheiner in die Halbzeitpause.

Die SGÜ war wohl aufgrund der kraftraubenden Aufholjagd Mitte der ersten Hälfte zu Beginn der zweiten Hälfte nicht mehr präsent und erlaubte dem TVK die Führung auf 25:20 bis zur 34. Minute auszubauen. Wieder die gleiche Unkonzentriertheit verbunden mit Fehlpässen wie zuvor in der ersten Hälfte… Der TVK passte aber diesmal auf und ließ die Essener nicht mehr so leicht rankommen. Bis zur 41. Minute hatten unsere Jungs lediglich auf 30:26 verkürzen können und die Zeit lief dem Team langsam davon. Auf einmal wurden die Niederrheiner müde und erlaubten sich einige Fehlwürfe im Angriff, die postwendend von der SGÜ zu einem 32:30-Zwischenstand in der 47. Minute bestraft wurde. Eine darauffolgende Zeitstrafe gegen Tom van der Heuvel bremste dann die Aufholjagd, doch hielt man sich bis zur 53. Minute mit 35:33 schadlos. In den letzten sieben Minuten passierte unglücklicherweise nicht mehr viel. Der SGÜ fiel in der Hektik nichts mehr ein und verlegte sich auf berechenbare Einzelaktionen, wogegen der TVK nur noch auf Verwaltung bedacht war und dies erfolgreich zum 37:33-Endstand durchzog.

Verlierer des Tages war tatsächlich die bislang so erfolgreiche Abwehr, die selten Zugriff auf den variablen Gegner hatte. Der Angriff funktionierte eigentlich ganz gut bis auf die zwei entscheidenden Schwächephasen Mitte der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit. Dass man einen 6-Tore-Vorsprung aufholen kann, weiß unser Team. Dass dieses aber unglaublich kraftraubend werden kann, scheinbar nicht. Es wäre schön, wenn Pierre wieder die Möglichkeit hätte, diese wichtigen Spiele der A-Jugend zu betreuen! Denn er kennt seine Jungs am besten und konnte häufig in der Vergangenheit das eine oder andere Rädchen verstellen, um das Team auf die Erfolgspur zurückzubringen. Demnächst steht wieder ein unangenehmes Auswärtsspiel beim Ohligser TV, welches nur durch eine solide Abwehrarbeit erfolgreich gestaltet werden kann. Viel Erfolg in Solingen am kommenden Samstag!

Es spielten: Max Heidrich (TW), Philipp Thomas (11/2), Torben-Bo Enigk (6), Jesko Hünselar (5), Tom van der Heuvel (4/1), Florian Brombach (3), Lukas Tholen (3), Ole Vetterlein (1), Manuel Rademacher, Salomo Ortega-Sawal, Jonas Graef und Tom Schiffbauer

Bild: TV Korschenbroich

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