Überruhr kämpft und verliert unglücklich

Nach einer packenden und von Spannung kaum zu überbietenden Partie fährt die 1. Herren der SG Überruhr nach der knappen 25:24 (13:15)-Niederlage mit leeren Händen aus dem Grenzland nach Hause.

Die SGÜ startete unkonzentriert in die Partie und lag mit 0:2 im Rückstand, ehe die starke Abwehr ein ums andere mal Bälle erkämpfte und diese durch schnelles und geschicktes Spiel in Tore ummünzte. Durch einen 4:0-Lauf eroberten die Essener die Führung (4:2). Bis zum 8:8 war das Spiel ausgeglichen, kurz vor der Pause setzten sich die Jungs von Coach Christian Paul, der den verhinderten Sebastian Vogel ausgezeichnet vertrat, mit 2 Toren ab.
Verdient führte der Gast mit 13:15, als es in die Halbzeit ging.

Auch nach der Pause spielten die Essener stark auf, erspielten sich sogar eine 4-Tore-Führung. Beim Stand von 19:15 in der 45. Minute aus SGÜ-Sicht sah sich Goran Sopov, Trainer des TVL, gezwungen, eine Auszeit zu nehmen.
Dominik Sieberin, der nur für die Siebenmeter im Kasten der Essener stand, konnte gleich drei Strafwürfe in entscheidenden Phasen der Partie halten.
Die Jungs von der Ruhrhalbinsel, die in den letzten 15 Minuten noch drei – teils strittige – Zeitstrafen aufgebrummt bekommen haben, kamen in Unterzahl aus dem Tritt und ließen die Gastgeber aus Nettetal wieder in die Partie kommen. Über 20:20 und 22:22 deutete alles auf eine Entscheidung in letzter Sekunde hin. 40 Sekunden vor Schluss glich Tim Koenemann, der mit 7 Treffern bester Werfer auf Seiten der Gäste war, per Siebenmeter zum 23:23 aus, ehe die Lobbericher im Gegenzug das 24:23 erzielten.
Noch 15 Sekunden waren zu spielen, ein klug vorgetragener Angriff mit anschließendem Foul an Pierre Sieberin hatte wieder einen Siebenmeter zur Folge.
Die Zeit war abgelaufen, Tim Koenemann stand am Punkt und hatte die Chance auf den Ausgleich – und vergab.
„Trotz der bitteren Niederlage kann ich meiner Mannschaft nur ein Kompliment aussprechen. Wir haben 60 Minuten lang gekämpft und jeder hat sich für den anderen eingesetzt“, resümierte Christian Paul nach Abpfiff.
Für ihn lag es „am nötigen Würfglück, was in der zweiten Halbzeit fehlte“. Dennoch, so Paul, könne man mit dem Spiel zufrieden sein.
Leider passte aus SGÜ-Sicht das Ergebnis nicht. Die Mannschaft hat im Gegensatz zur Vorwoche allerdings gezeigt, dass man auch Oberliga-Handball kann.
„Darauf lässt sich aufbauen, wir können mit einem positiven Gefühl in die nächste Trainingswoche starten“, so Paul, der direkt den Blick in Richtung Remscheid richtet.
Die SGÜ empfängt nächste Woche Samstag vor heimischer Kulisse den HGR.

Für die SGÜ spielten: Ante, Sieberin, D. – Koenemann, Ti. (7/3), Sieberin (5), Gregory (4), Hebmüller, Reinhardt (je 2), Kürten, Batz, Keller (je 1), Koenemann, To., Birkenstock, N. und T.

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