U23 „gewinnt“ einen Punkt

Nachdem man gegen die Damen des ETB in der Vorwoche wieder in die Spur gelangt war, folgte am letzten Sonntag das Vorspiel zum Europameistersieg der Herren gegen die Damen vom TB Osterfeld. Bereits das Hinspiel konnte erst in der 2. Halbzeit klarer gestaltet werden, sodass auch hier erneut von einem umkämpften Spiel auszugehen war. Auch die harte Gangart der Oberhausenerinnen war den Mädels noch in guter Erinnerung.

Zu Spielbeginn konnte sich die jungen Damen kurzzeitig absetzen, ehe man sich immer wieder in der statischen Abwehr der Gäste verfing, Halbchancen annahm und den Gegner bis zum 7:7 wieder herankommen ließ. Zwar fand der Gegner selten spielerische Mittel um zu guten Abschlüssen zu kommen, doch über „fällige“ Strafwürfe punkteten die Oberhausenerinnen konsequent. Mit einer knappen Halbzeitführung (13:11) ging der Gastgeber in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhten die Gastgeber dann direkt auf 14:11, bissen sich dann aber immer wieder die Zähne an der Oberhausener Abwehr aus. In dieser Phase des Spiels stellte sich die Überruhrer Mannschaft fast von selbst auf, da immer wieder 2-3 Spielerinnen temporär von der Platte genommen werden durften, um sie verarzten zu können (Bilanz am Montag: 2 Veilchen und überdurchschnittlich viele blaue Flecken). Leider hatte der Spielleiter in dieser Phase die Augen eher auf der Tribüne und probierte im Überruhrer Publikum Störenfriede dingfest zu machen, damit er den von ihm angekündigten „Sonderbericht wegen des Verhaltens des Publikums“ ausfüllen konnte. Schade, hätte er doch mal einen Blick mehr auf das Spielfeld geworfen.

„Vom Publikum angetrieben“ folgten im Anschluss eine Vielzahl „unglücklicher“ Entscheidungen, die es den Oberhausenerinnen immer wieder ermöglichte zu verkürzen. Über den Verlauf des Spiels sammelten sie schlappe 13 Strafwürfe gegen die Gastgeberinnen, von denen 11 verwandelt werden konnten (der Spielbericht ist leider unvollständig ausgefüllt, aber wir glauben gerne unserer Statistik).

Die Überruhrerinnen sichtlich frustriert und gezeichnet, stemmten sich mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage und glichen zum 20:20 aus. Nach einem eroberten Ball und der obligatorischen grünen Karte, konnten die Überruhrerinnen 15 Sekunden vor Ende auf 21:20 erhöhen. Der letzten Angriff des Gegners endete – zur Überraschung aller – mit einem Strafwurf gegen die Hausherinnen, der mit der Sirene zum Ausgleich (21:21) verwandelt werden konnte.

Unterm Strich steht eine gute kämpferische Leistung, bei denen die Mädels trotz der systematisch unglücklichen Pfiffe nicht aufgegeben haben und so, trotz der Führung vor Ende, einen Punkt gewonnen haben, wenngleich der Punkt den Oberhausenerinnen im Abstieg mehr nutzt als uns.

Wie immer ein Dank an die lautstarken Fans der Klapperhölle – wir mögen die Halle so wie sie ist!

Und wenn einzelne Personen solche Situationen nicht handhaben können oder lieber vor weniger Zuschauern agieren, gibt es ja immer noch niedrigere Klassen als die Landesliga, in denen man sein Können unter Beweis stellen kann 🙂

Vielen Dank auch an Hanna Spengler für das spontane Aushelfen.

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Spielfilm:
1:0, 2:2, 5:3, 7:7, 9:9, 12:10, 13:11; 14:11, 15:13, 16:18, 20:20, 21:21

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Es spielten:
Brandtner (1.-60.), Delsing, Bley (je 4), Eifert, Veutgen, Schick (je 3), Kortmann (2), Erbay (1), Kohn, Landwehr, Spengler (1 Tor fehlt)

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