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SGÜ will vierten Sieg in Serie

Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen empfängt die SG Überruhr am 1. Superspieltag des Jahres 2019 die Reserve des TV Aldekerk. Angeworfen wird um 18:00 Uhr an der Sporthalle Klapperstraße. Bereits im Vorfeld spielt die 1. Damen in der Nordrheinliga (Anwurf 16 Uhr).
Das absolute Kellerduell – der Vorletzte empfängt den Letzten – leitet das Schiedsrichter-Gespann Fechtner / Kolk. Mit einem Sieg könnte sich die SGÜ von den Abstiegsrängen entfernen, müsste aber auf Schützenhilfe hoffen.

Trainer
Sebastian Vogel

Der TV Aldekerk holte im Jahr 2019 5 Punkte, genau einen weniger als die gastgebende SG Überruhr. Das richtungsweisende Spiel bestreitet die SG Überruhr ohne Lars Krüger, Thomas Eller (beide Urlaub) und Robin Keller (Arbeit). Ob Kreisläufer Simon Batz zum Einsatz kommen wird, ist fraglich.
Für Sebastian Vogel spielen die Ausfälle im Duell mit der Zweitvertretung des TVA allerdings nur eine Nebenrolle: „Unsere personelle Situation ist weiterhin angespannt. Wir müssen uns auf das starke Gegenstoßspiel des TVA einstellen. Für mich ist die Mannschaft vor allem dank möglicher Unterstützung aus der 1. Herren schwierig einzuschätzen. Das Hinspiel war auf jeden Fall eines der besseren Spiele diese Saison, und Samstag gilt es für uns, daran anzuknüpfen“.

Für die Jungs von der Ruhrhalbinsel wäre ein Sieg im Kampf um den Klassenerhalt nahezu unverzichtbar. „Wir können uns in eine richtig gute Ausgangssituation für den Saison-Endspurt bringen, mit der vor 4 Wochen noch niemand gerechnet hat“, so Co-Trainer Tim Birkenstock, der beruflich bedingt wahrscheinlich nicht rechtzeitig zum Anpfiff auf der Trainerbank sitzt.

Gerade der Superspieltag, so die 1. Damen und 1. Herren im Einklang, soll noch einmal alle Kräfte auf der Ruhrhalbinsel bündeln um mit möglichst 2 Siegen den Samstag zu bestreiten.

Erster Superspieltag der Saison im Werdener Löwental

Am kommenden Samstag spielt bereits um 16 Uhr die 1. Damen in der Nordrheinliga. Und das gegen niemand geringeres als die Fortuna Düsseldorf, ein echtes Derby also. Danach, zur gewohnten Zeit um 18 Uhr, empfängt die 1. Herren den Tabellenzweiten aus Mettmann. Angeworfen werden beide Partien in der Sporthalle Löwental in Essen-Werden (Im Löwental 35, 45239 Essen).

Nach einem zuletzt starken Spiel beim abstiegsgefährdeten TV Aldekerk II versuchen die Jungs von der Ruhrhalbinsel die ansteigende Form mit ins schwierige Heimspiel zu nehmen. „Mettmann ist sehr stark in die Saison gestartet und steht zurecht mit 10:4 Punkten auf Rang zwei“, so Spielmacher Niklas Rolf, der gegen die erfahrenen Mettmänner mit Respekt antritt.

Erfahrung trifft auf Jugend

Andre Loschinski oder Karsten Mühlenhaupt, die beiden Routiniers im Rückraum des kommenden Gastes, verfügen über mindestens ein Jahrzehnt mehr Erfahrung als ein Großteil des Überruhrer Kaders.

Die Erfahrung, die der Gast zweifels ohne vorweisen kann, ist einer der Trümpfe der Mettmänner. Sowohl gegen Den LTV Wuppertal als auch gegen HG Remscheid gewann die Mannschaft von Coach Jürgen Tiedermann mit einem Tor.

Das Vogel-Team wempfängt den besten Angriff der Liga, aber auch die zweitschwächste Abwehr. Die Zuschauer können sich also laut Statistik auf viele Treffer einstellen, denn auch die SG Überruhr besitzt eine Top-5-Offensive.
Rolf, der trotz Respekt vor dem kommenden Gegner etwas Zählbares mitnehmen will, weiß worauf es ankommt: „Wenn wir es schaffen, wie gegen den TV Aldekerk, als Mannschaft aufzutreten und eine starke Deckung stellen, können wir auch gegen Mettmann gewinnen und die Punkte in Essen behalten“.

Die SGÜ wird alles daran setzen, das anstehende Oberligaspiel für sich zu entscheiden. Nichts wäre befreiender als ein Sieg gegen eines der Top-Teams der Liga. Wir freuen uns auf das Spiel, Mettmann hat eine starke Saison bisher gespielt und einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Leuten“, so Trainer Sebastian Vogel. „Wir waren in dieser Saison schon so kurz davor, gegen Top-Teams zu punkten, jetzt wollen wir es endlich schaffen“, ist Rückraumspieler Pierre Sieberin optimistisch, der an die guten Leistungen gegen den LTV Wuppertal (25:28-Niederlage) und die HG Remscheid (29:30 Niederlage) denkt.

Vogel freut sich: „Endlich wieder ein Superspieltag, ich hoffe wir können das Spiel gegen Mettmann positiv gestalten und die Punkte holen“.
Die Zuschauer, denen neben Bewirtung auch wieder Musik in der Halle geboten wird, werden auf ihre Kosten kommen, da sind sich alle im Verein einig. Schließlich ist Superspieltag und sowohl die 1. Damen als auch die 1. Herren haben ein Top-Team zu Gast.

SGÜ empfängt HSG Wesel zum Superspieltag

Nach der 1. Damen, die um 16:30 Uhr gegen den TV Lobberich anwirft, empfängt die Oberliga-Herrenmannschaft der SGÜ um 18:30 Uhr die Handballspielgemeinschaft aus Wesel.

Wesel ist derzeit Tabellensiebter und „punktet in schöner Regelmäßigkeit gegen direkte Konkurrenten um den Abstieg“, so SGÜ-Trainer Sebastian Vogel.
Für Sebastian Vogel deutet alles auf einen harten Kampf hin: „Wir erwarten mit der HSG Wesel eine topmotivierte und gut eingestellte Mannschaft, die bisher gegen alle Mannschaften aus der unteren Tabellenregion gepunktet hat. Das macht es natürlich nicht weniger schwer“.

Der derzeit Vorletzte der Oberliga, SG Überruhr, ist in dieser Partie vor allem auf Wiedergutmachung aus. Etliche Zuschauer verfolgten in der Vorwoche am frühen Sonntagmorgen die deftige 19:33-Klatsche.“Für uns geht es auch darum, uns mit den Zuschauern zu versöhnen. Wir haben einiges gutzumachen und wollen die beiden Punkte in Überruhr behalten“, so Vogel weiter.

Die Jungs von der Ruhrhalbinsel benötigen die Punkte im Kampf um den Abstieg, um vorübergehend wieder einen Nicht-Abstiegsplatz zu erreichen.

SGÜ-Kreisläufer Toni Koenemann weiß, was die Zuschauer erwarten: „Nach zwei Niedrlagen in Folge wird von uns erwartet zu punkten. DIesen Anspruch haben wir am kommenden Wochenende auch“. Er schätzt die Partie als „wichtig und schwierig zugleich“ ein.

Neben Pierre Sieberin fehlen auch sein Zwillingsbruder Dominik Sieberin, Jakob Skolik im Tor (Beruf) und Tim Birkenstock.

Mit Fabian Gorris besitzt die HSG Wesel aktuell den viertplatzierten in der Oberliga-Torschützenliste, der auch vom Siebenmeterpunkt (15/18) äußerst effizient ist. Vorsicht ist allerdings vor der gesamten Mannschaft der HSG geboten, zuletzt gelang ihnen ein 26:24-Auswärtserfolg beim heimstarken TSV Aufderhöhe.

Überruhr muss sich, um das Spiel gegen Wesel erfolgreich zu gestalten, auf alte Tugenden zurückgreifen, die das Team von Vogel/Paul so stark macht. Teamgeist, Motivation und Einstellung sind die Faktoren für erfolgreichen Handball in Überruhr, wie man schon in einigen Spielen in dieser Saison beobachten konnte. Nehmen die Vogel-Jungs den Kampf am Samstagabend an, wird es für die HSG Wesel schwierig, Punkte aus der Halle an der Klapperstraße mitzunehmen.
Dazu benötigt die SGÜ auch wieder zahlreiche und lautstarke Unterstützung von den Rängen, die der Mannschaft über 60 Minuten den Rücken stärkt.