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Endlich wieder Superspieltag

Das Warten hat ein Ende. Am Samstag, 30.01.16 gibt es ab 14:30 Spitzenhandball in der Klapperhalle.

Aqua-Style-Arena
Volle Ränge erwartet die SG zum Superspieltag.

Es beginnt die männliche B-Jugend, die in der Jugend-Oberliga das Top-Team von Bayer Uerdingen empfängt.
Um 16:30 Uhr spielt die 1. Damen ihr Oberligaspiel gegen den Neusser HV, ehe es zu gewohnter Zeit um 18:30 Uhr zum Verbandsliga-Showdown zwischen der 1. Herren und der HG Remscheid kommt. Der Handballtag wird von der 2. Herren um 20 Uhr beendet, die Bezirksligamannschaft empfängt die Zweitvertretung von DJK Winfried Huttrop.

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Verdiente Niederlage im Lokalderby

Am vergangenen Sonntag kam es zum lang erwarteten ersten Aufeinandertreffen der zwei Essener Oberligavertreter, des TuSEM2 und der SG Überruhr, in der SH „Lührmannwald“. Die Sporthalle war für ein B-Jugend-Spiel mit knapp 120 Zuschauern ausgezeichnet besucht, so dass von Anfang an vor einer eindrucksvollen Kulisse gespielt wurde. Die Ausgangslage für beide Teams konnte nicht unterschiedlicher sein: Der TuSEM hatte zuletzt vier zum Teil schmerzliche Niederlagen in Folge kassiert, die SGÜ kam mit breiter Brust aus den letzten drei siegreich gestalteten Partien an. So waren die Rollen klar verteilt, aber wie jeder weiß, haben Derbys ihre eigenen Gesetze..!

Zunächst startete das Spiel mit einem vorsichtigen Abtasten auf beiden Seiten. Den Spielern aus der Margarethenhöhe merkte man den Respekt vor dem Gegner in den Anfangsminuten an, wogegen die Überruhrer unerklärlicherweise ihre Anfangspräsenz vermissen ließen und etwas verunsichert daher kamen. So war bis zur 5. Minute nicht viel passiert, was ein 2:2-Zwichenstand wiederspiegelte. Beide Abwehrreihen verschoben sich gut und machten es dem Gegner schwer zu einem Torwurf zu kommen. Da aber der jeweilige Angriff nicht sehr einfallsreich agierte, war diese Aufgabe ziemlich einfach zu lösen. Plötzlich wurden die Aktionen der SGÜ mutiger. Weil das Spiel über die Außen wieder einmal nicht stattfand, wurde zumindest mehrfach der Kreisanspiel gesucht und erfolgreich abgeschlossen. Dies führte zu einer zu diesem Zeitpunkt verdienten 2:5-Führung für die SGÜ. Doch diese Führung schien das Team eher einzulullen, als Sicherheit zu geben! Wieder einmal verfiel man in das pomadige Spiel der Anfangsphase und der TuSEM witterte Morgenluft, um dann in der 13. Minute zum 5:5 in einer torarmen ersten Halbzeit auszugleichen. Wie die Jungs von der Halbinsel bis zur 19. Minute eine mehr als schmeichelhafte 5:9-Führung herausspielten, war den meisten Anwesenden unerklärlich. Der TuSEM-Angriff kam fast immer zum Abschluss und scheiterte entweder knapp oder an unseren gut aufgelegten Torhütern. Unsere Angriffsformation leistete sich dagegen einen technischen Fehler nach dem anderen und war nur durch Einzelaktionen, wie Gewaltwürfe oder schnelle Kreisläufe, erfolgreich. Im SGÜ-Anhang war man sich einig, wenn die TuSEM-Akteure Zielwasser trinken, wird es schwer. Und so kam es, wie es kommen musste… Der TuSEM lief durch die zum Teil haarsträubenden Fehler der SGÜ heiß, ließ sich durch den Rückstand nicht aus der Fassung bringen und holte Tor um Tor gegen mittlerweile hilflose Überruhrer auf. Symptomatisch für das ganze Spiel war die letzte Aktion 20 Sekunden vor Ende der ersten Hälfte beim Stand von 9:9. Der Angriffszug der Überruhrer wurde durch einen abgefangenen Pass zu einem Tempogegenstoß des Gegners. Der anschließende Torwurf wurde von Max prima entschärft und landete in unseren Reihen. Dann zum Entsetzen des SGÜ-Anhanges wurde der Ball ohne Not aus kurzer Distanz zu einem TuSEM-Spieler „gepasst“. Dieser bedankte sich und netzte zum 10:9-Halbzeitstand ein. Eine Aktion, die Signalwirkung für beide Teams hatte…

Zu Beginn der 2. Halbzeit war die Körpersprache entsprechend: Die Führungsspieler des TuSEM strotzten nur so von Selbstvertrauen, die der SGÜ wirkten nach wie vor verunsichert. Da man aber die Fehler zunächst abstellte und zu einem sicheren Spielaufbau gewechselt wurde, blieb das Spiel bis zur 40. Minute offen. Hauptsächlich Jonas überzeugte auf SGÜ-Seite, der es immer wieder verstand, seinen Gegenüber auszuspielen, um frei am Kreis zum erfolgreichen Torwurf zu kommen. Was aber nicht mehr funktionierte, war die Abwehrarbeit. Der TuSEM hatte sich nach der Pause auf unsere Abwehr eingestellt und erarbeitete sich viele Möglichkeiten durch schnelle Kombinationen durch die Mitte, gepaart mit knallharten Würfen aus dem linken Halbfeld. So ging es über ein 12:12 (30.), ein 16:16 (35.) und ein 20:20 (40.) in die entscheidende Phase des spannenden Spiels. 10 Minuten vor Schluss kassierte die SGÜ eine berechtigte 2-Minuten-Strafe, die mit einem 22:21-Rückstand ziemlich schadlos überstanden wurde. Dann folgte der Genickbrecher für die Überruhrer. Beim darauffolgenden Angriff sollten die Torhüter ausgewechselt werden. Leider wurde der Ball mitten im Wechsel wieder abgefangen, so dass beide Torhüter Richtung leerem Tor rannten. Dies blieb dem aufmerksamen Schiedsrichtergespann nicht verborgen, so dass die nächste Strafe gegen die SGÜ sieben Minuten vor Schluss verhängt wurde. Mit leerem Akku und durch die selbstverschuldete Dezimierung demoralisiert ließ man den Gegner kurzzeitig gewähren. Dieser nutzte die Chance und zog auf 26:22 bis zur 45. Minute davon. Zwar konnte sich die SGÜ nochmals fangen, aber um den 4-Tore-Vorsprung aufzuholen fehlte einfach die Kraft, der Kampfeswille und die Überzeugung das Spiel zu drehen. Der TuSEM dagegen verwaltete im Bewusstsein des sicheren Sieges das Match souverän zum verdienten Endstand von 30:26.

Der Sieg für den TuSEM geht völlig in Ordnung, da diese mit vier voll engagierten Spielern unserem Team während des gesamten Spiels das Leben schwer gemacht haben. Die SGÜ ließ leider den nötigen, sonst immer vorhandenen Siegeswillen über weite Strecken vermissen. Dieser hätte die an diesem Tag aufgetretene Spielschwäche ausgleichen können. Da der eine oder andere Leistungsträger einen schlechten Tag erwischte, müssen andere Spielzüge (die Außen?) gerade durch diese in Betracht gezogen werden, wenn es nicht läuft. Ein Spiel kann ohne Zweifel verloren werden, nur wie es verloren wurde, tut erstmal weh. Man muss die Lehren daraus ziehen, sich dann aber auf die zukünftigen Aufgaben freuen. Abhaken und fertig! Herausstellen sollte man die Leistung von Jonas, der sich von Spiel zu Spiel immer weiter verbessert und vom früheren „Haudrauf“, zum sicheren Schützen am Kreis entwickelt. Auch Salomo und die Torhüter waren Stabilitätsfaktoren während des Spiels. Wichtig ist, Nackenschläge möglichst schnell zu verdauen, um selbst wenn es gar nicht läuft, immer noch dagegen zu halten und auf seine Chance, sei sie noch so klein, geduldig zu warten. Kopf hoch Jungs! Oberliga ist nun mal ein hartes Brot und auf eure Hinrunde könnt ihr stolz sein.

Es spielten: Nils Waldrich (TW), Max Heidrich (TW), Tristan Degener (TW), Julius Steinhauer (9/1), Jonas Graef (7), Salomo Ortega-Sawal  (7/4), Torben-Bo Enigk (3), Tom van der Heuvel , Jesko Hünselar, Fredrik Camp, Christopher Felsch, Henrik Nocke, Tom Schiffbauer und Jakob Oerl

Mit großer Moral den 3. Sieg in Folge geholt!

Nach der zuletzt etwas dürftigen Vorstellung in Düsseldorf, die trotzdem erfolgreich abgeschlossen wurde, war man gespannt, wie sich die B-Jugend im ersten Heimspiel an der Klapperstr. nach langer Zeit schlagen würde. Obwohl in der Tabelle die 2. Mannschaft des Bergischen HC nur 2 Punkte vor unseren Jungs stand, konnte man beim Einspielen schon merken, dass unser Team an diesem Dienstag Abend einen ganz schweren Brocken vor der Brust hatte. Vor allem die Selbstsicherheit und Agilität, die das Team aus Solingen ausstrahlte, machte dem SGÜ-Anhang sorgen. Nur eine konzentrierte und abgeklärte Leistung aus einer sicheren Abwehr konnte hier  und heute der Schlüssel zum Erfolg sein, wenn der Gast sein schnelles Spiel zur Entfaltung bringen würde.

Vor zunächst ca. 50 Zuschauer ging die Begegnung ohne großes Abtasten wie erwartet los. Die SGÜ startete mit einem langsamen, aber sicheren Spielaufbau, um möglichst unsere wurfgewaltigen Halben in Szene zu setzen, der BHC2 versuchte mit schnellem Kreuzen eine Lücke in der Abwehrmitte zu reißen. So bestimmten in den Anfangsminuten hauptsächlich die Angriffsreihen das Geschehen, ohne dass sich ein Team mit mehr als einem Tor absetzen konnte. So langsam aber sicher stellte sich die Solinger Abwehr auf unsere Angriffsversuche ein und änderte die Taktik von einer 6:0- auf eine Art 3:3-Deckung um. Damit wurde der Raum für Salomo, Julius und Tom im Rückraum entsprechend enger und das sichere Anspielen schwieriger, so dass die bislang gut funktionierende Angriffsmaschine ins Stottern geriet. Der Gegner investierte zu diesem Zeitpunkt viel Kraft und Laufbereitschaft, um der SGÜ das Leben schwer zu machen und wurde bis zur 11. Minute mit einer 4:7-Führung belohnt, da die Angriffswellen der Solinger über das schnelle Passspiel fast immer ein gutes Zuspiel in Kreisnähe zu einem erfolgreichen Abschluss zustande brachten. Jetzt wurde es auf der Tribüne auf Überruhrer Seite unruhig, denn normalerweise versucht unser Team eine anwachsende Führung des Gegners durch schnelle, unkontrollierte Abschlüsse zu kompensieren, was bislang nie von Erfolg gekrönt war. Doch weit gefehlt! Die Essener ließen sich diesmal nicht zu einer schnellen Antwort verleiten und blieben ihrem Spiel des gezielten Abschlusses aus einem sicheren Aufbau treu. So entwickelte sich ein intensives und höchst unterhaltsames Match, das von beiden Seiten hart aber fair über ein 7:10 zu einem 10:13-Halbzeitstand führte. Die Führung des BHC war verdient, da diese zu diesem Zeitpunkt spielerisch den besseren Eindruck hinterlassen hatten. Die SGÜ hatte aber trotz des Rückstandes ebenfalls überzeugt, da sie stets dagegenhielt und nicht in Hektik verfiel. Seitens des SGÜ-Anhanges fragte man sich, wie lange der BHC2 das hohe Tempo halten konnte und ob die berüchtigte SGÜ-Schwächephase nach der Halbzeit auftreten würde.

Pierre schien in der Kabine die richtige Ansprache gefunden zu haben. Unsere B-Jugend machte da weiter, wo sie aufgehört hatte. Voll motiviert und vor allem konzentriert ging man an die Aufgabe ran, den Vorsprung zu verkürzen. Die Solinger ließen dagegen erste Schwächen erkennen, denn unsere Abwehr hatte sich auf den Abschluss durch die Mitte sehr gut eingestellt und wenn einer durchkam, vereitelte Max mit sehenswerten Paraden den möglichen Erfolg. Da der BHC zudem eine frühe 2-Minuten-Strafe aufgebrummt bekam, war deren Sicherheit mit einem Mal verschwunden, so dass die SGÜ in der 32. Minute den viel umjubelten 14:14-Ausgleich vor mittlerweile ca. 80 Zuschauern schaffte! Die Bergischen erwiesen sich aber als würdiger Gegner und kamen ins Spiel durch eine Strafe gegen die SGÜ zurück, um mit 14:16 davonzuziehen. Als das Heimpublikum nun Übles für unser Team befürchtete, ereignete sich die erste Schlüsselszene des Matches. Pierre wies Salomo an, der auf links außen gewechselt war, 1:1-Situationen zu erzwingen. Dies setzte er trotz Unterzahl beim nächsten Angriff erfolgreich zum 15:16 um, wobei sein Gegenspieler noch eine Zeitstrafe kassierte und damit den aufkeimenden Angriffsschwung der Solinger zum Erliegen brachte. Euphorisiert durch die gelungene Aufholjagd wuchs das Team aus der Ruhrhalbinsel über sich hinaus und signalisierte dem Gegner, einen Kampf bis zum Schluss! Hier wieder ein Lob an die Bergischen, die den Kampf annahmen und ein für die Zuschauer höchst unterhaltsames und spannendes Spiel bis kurz vor Schluss mitgestalteten. Da die SGÜ jetzt endlich mehr mit den Außen spielte, konnten sowohl Salomo als auch Chris die Gunst der Stunde nutzen und sich gegen ihren jeweiligen Gegenspieler mit einem schnellen Antritt mehrfach durchsetzen. Der BHC musste die aggressive Deckung teils durch das breite Spiel der Essener, teils durch eigene Erschöpfung aufgeben, hielten aber immer noch mit dem Mute der Verzweiflung dagegen. In der 46. Minute beim Stand von 20:19 für die SGÜ war das Spiel auf Messers Schneide. Nun kam die zweite Schlüsselszene des Spiels, die den Bergischen das Genick brach. Durch ein schnelles Anspiel erhielt Jonas auf einmal auf Halbrechts viel Platz. Anstatt wie sonst üblich einen Gewaltwurf abzusetzen, entschied er sich wie viele Male erfolgreich zuvor seinen Gegenspieler auszuspielen, um den Abschluss am Kreis zu suchen. Sein Gegenüber wusste sich nicht anders als mit einem Foul zu helfen, verschuldete damit einen Siebenmeter, welches sicher eingenetzt wurde, und erhielt eine schmerzhafte Zeitstrafe dazu. Die Solinger versuchten nun in Unterzahl verzweifelt zum Abschluss zu kommen, was aber durch die überragende Essener Abwehr vereitelt wurde. Als dann Salomo in der letzten Minute die nächste Hinausstellung eines BHC-Akteurs erzwang, gab der Gegner beim Stand von 23:20 auf. Die letzte Minute wurde unter „Standing Ovations“ seitens des SGÜ-Anhanges zum Endstand von 24:20 sicher zu Ende gespielt.

Auch wenn die Jungs an diesem Abend verloren hätten, waren sich alle einig, dass die Einstellung und die Moral des Teams hervorragend waren und man nichts zu meckern gehabt hätte. Dass sich die Mannschaft endlich für ihre unermüdliche Arbeit selbst belohnt hat, sollte ihr klar machen, dass man selbst gegen spielerisch bessere Teams bestehen kann! Der Bergische HC wurde im wahrsten Sinne des Wortes in der 2. Halbzeit niedergerungen. Man behielt die Ruhe in den schwierigen Spielphasen, setzte die Anweisungen des Trainers gezielt um und schlug im richtigen Augenblick erfolgreich zu. „So eine hervorragende zweite Halbzeit habe ich bei den Jungs lange nicht mehr gesehen“, meinte Pierre nach Spielschluss. „ Alles, was wir zur Pause beschlossen hatten, wurde im Laufe des Spieles umgesetzt. Ich bin stolz auf die Jungs!“ Dem braucht man nichts hinzuzufügen. Obwohl viele der Ersatzspieler nicht zum Einsatz kamen, wurden die Feldspieler ohne Unterlass von diesen ein ums andere Mal angefeuert. Tolle Einstellung! Am Ende tat einem der Gegner ein bisschen Leid. Diese waren über weite Strecken ebenbürtig, in der 1. Hälfte sogar besser. Doch mit soviel Widerstand am Ende des Spiels hatten sie scheinbar nicht gerechnet bzw. hatten dem Siegeswillen der SGÜ nichts mehr entgegen zu setzen. Zu viel Kraft hatte die aufwendige Deckungsarbeit in der 1. Hälfte gekostet.

Im letzten OL-Hinrundenspiel am 20.12. um 15:30 Uhr in der SH „Lührmannwald“ gegen den ewigen Konkurrenten aus der Margarethenhöhe entscheidet es sich ob die SGÜ auf dem 9. oder vielleicht doch auf dem 6. Tabellenplatz überwintert. Aber Achtung! Die Spiele gegen den TuSEM haben immer ihre eigenen Gesetze und obwohl diese auf dem vorletzten Platz stehen, darf man sie auf keinen Fall unterschätzen. Für die Lokalderbys hatte der TuSEM immer eine unangenehme Überraschung für die SGÜ parat, die aber meistens durch eine geschlossene Mannschaftsleistung gemeistert wurde. Mit einem Sieg gegen den Dauerrivalen würde das Team mit einem ausgeglichenen Punktekonto die Hinrunde abschließen. Also heißt es wieder die gleiche Leistung abzurufen… viel Erfolg Jungs!

Es spielten: Max Heidrich (TW), Nils Waldrich (TW), Julius Steinhauer (9/1), Salomo Ortega-Sawal (5/1), Jonas Graef (4), Christopher Felsch (3),  Torben-Bo Enigk (2), Tom van der Heuvel (1), Manuel Rademacher, Henrik Nocke, Jesko Hünselar, Fredrik Camp, Tom Schiffbauer und Jakob Oerl

Bilder: Corina Simon