Vereinsgeschichte

1923 ist das offizielle Geburtsjahr des Handballs in Überruhr. Besonders im Ortsteil Holthausen angesiedelt, bis 1952 in nur einem danach in zwei Vereinen beheimatet, verstand es diese Sportart immer wieder begeisterte Sportlerinnen und Sportler in ihren Bann zu ziehen. Der Konkurrenzkampf beider Vereine war immer sportlich fair, allerdings nutzten die Spielerinnen und Spieler bei den unterschiedlichsten Situationen die Möglichkeit, die Vereinsfarbe zu wechseln.

Mit dem Bau der Sporthalle Klapperstrasse im Jahre 1973 kam es zu ersten Anregungen aus beiden Vereinen, die Sache Handball in Überruhr wieder zusammenzuführen. Anfang 1974 nahmen diese Bemühungen konkrete Formen an. In zähen Verhandlungen mit dem jeweilig anderen Verein und innerhalb des eigenen Vereins wurden die zu Anfang bestehenden erheblichen Widerstände abgebaut und in eine positive Resonanz umgewandelt. Immer wieder holten besonders Reinhold Jäger und Helmut Beneken beide Seiten an den Verhandlungstisch. Ein gemeinsam erarbeitetes Vertragswerk stellte letztendlich die Gründung einer Spielgemeinschaft mit Beginn 01.Juli 1974 unter dem Namen SG TBD 1900 / HSV 1952 Essen-Überruhr sicher. Klaus Buchmüller, Hans Wessling und Helmut Beneken seitens des TBD und Hubert Sandach, Bernd Schirrmacher und Heinrich Schäfer seitens des HSV setzten ihre Unterschrift unter den Vertrag, der zwei Monate später Realität wurde. 11 Mannschaften bildeten das Gerüst der neu gegründeten Spielgemeinschaft. Zu diesem Zeitpunkt konnte man sich über ausreichend ehrenamtliche Helfer sowohl im Vorstand als auch im Trainer- und Betreuerstab nicht beklagen. Nur im Jugendbereich stellten sich in der ersten Spielzeit 1974/1975 im sportlichen Bereich die Erfolge ein. Die Niederrheinmeisterschaft und Westdeutsche Vizemeisterschaft der männlichen A-Jugend gehören zu den herausragenden Erfolgen dieser "jungen" SGÜ. Auf dem Weg dorthin waren viele namhafte Mannschaften (u.a.. OSC Rheinhausen, VfL Rheinhausen, TV Eintracht Hagen) in der Sporthalle Klapperstrasse in Überruhr zu Gast. In einem dramatischen Endspiel unterlag die von Klaus Vetterkind trainierte Mannschaft beim TV Kürlich in der Nähe von Koblenz. Schon damals zeigte sich die Euphorie unter den Zuschauern, mit zwei Bussen und etliche PKW's begleiteten viele die Mannschaft, in der unter anderem Klaus und Willi Bethan, Stephan Schmidt, Achim Eller, Klaus Krahnert, Udo Kraft, Helmut Liß und Karl-Heinz Tissarek spielten, nach Kürlich.

Mit großem Trara wurde die Mannschaft trotz der Niederlage auf der Rückfahrt und anschliessend in der Vereinsgaststätte Trebing bei Edith und Sieghard Kramme gefeiert.

Mit diesem jungen spielerischen Potential im Rücken wollte man die weitere Zukunft im Herrenbereich in der Landesliga erfolgreich gestalten. Leider konnte die radikal verjüngte Mannschaft diese Erwartungen in ihrem ersten Seniorenjahr nicht erfüllen. Zur Halbzeit der Saison 75/76 stand man auf dem zweiten Tabellenplatz, am Ende musste leider ein bitterer Abstieg in Kauf genommen werden.

Ein Neuanfang wurde unter dem neuen Trainer Bernhard Limbeck in der darauffolgenden Saison 76/77 vollzogen. Mit großer Akribie und einem unbändigen Motivationswillen verstand er es, die Mannschaft aufzubauen und Mitzuziehen.

Bei so vielen Mannschaften kommen natürlich eine große Anzahl von Erfolgen wie Kreismeistertitel, Stadtpokalgewinnen, Super-Cup-Erfolgen und Aufstiegen in die nächst höhere Klasse zusammen, so dass es schwierig ist, alle Ehrungen und Erfolge aufzuführen. Zusammengefügt konnte man bis heute über 40 Kreismeisterschaften und Vizekreismeisterschaften erringen, über 30 Aufstiege in dieser Zeit feiern, vier Super-Cup-Gewinne und zwei Stadtpokalsiege in die Annalen eintragen. Diese Bilanz, über einen Zeitraum von 30 Jahren aufgestellt und ausgewertet, zeigt deutlich die positiven Eintragungen überwiegen.

Aus dieser Übersicht sind ein paar Ereignisse besonders hervorzuheben:
1977 Aufstieg der 1. Damenmannschaft unter Trainer Wolfgang Ackermann in die Verbandsliga. Spielerinnen wie Inge Heinz, Gerti Kestner, Brigitte Rühl oder Karin Ackermann trugen u.a.. zu diesem Erfolg bei.

1978 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Landesliga. Trainer Bernhard Limbeck hatte u.a. folgende Spieler im Kader: H.W. Tacke, Bernd Przybilski, Andy Burba, Erwin Heuer, Roland Flender, Achim Eller, Wolfgang Rauch, Stephan Schmidt. In diesem Jahr erstmals ein Novum für die SG Überruhr, man teilte sich die errungene Kreismeisterschaft im Bereich der männl. C-Jugend.

1981 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft unter Spielertrainer Heinz Beisenkamp und Willi Bethan in die Verbandsliga. In der neuen Mannschaft spielten u.a. Bernd Przybilski, Michael Thomas, Erwin Heuer, Wolfgang Rauch, Achim Eller, Willi Bethan, Ulli und Hans Clodt, Rainer Lewandowski, Gerd Lepper und Staphan Schmidt.

1982 konnten die 2. Herren und 3. Herren dem Beispiel der 1. Herren folgen und aufsteigen. Einmal in die Bezirksliga und zum zweiten in die Kreisliga. Zum Trainer- bzw. Betreuerstab gehörten in diesem Jahr Fritz Dirkmann, Heinrich Schäfer und Roland Flender. Gespielt und am Erfolg beteiligt waren als Spieler u.a. Peter Schuster, Sieghard Kramme, Heinz Eller, Klaus Camen, Paul Albrecht, Bernhard und Hans Maikemper sowie Horst Möller in der 3. Mannschaft, Uwe Simon, Siegfried Becker, Uwe Birkner, Jürgen Neumann, Jörg Blume, Heinz Schäfer, H.W. Tacke, Ralf Asmann oder Michael Katz in der 2. Mannschaft.

1983 Aufstieg der 1. Damen unter Trainer Ulli Kagel in die Verbandsliga. Zum Spielerkader gehörten u.a. Dagmar Kammer, Gaby Vogt, Gerti Kestner, Marlies Müller, Brigitte und Mary Rühl oder Inge Heinz. 
Auch in diesem Jahr konnte die männl. C-Jugend ihren Erfolg von 1978 wiederholen, beide Mannschaften kamen ins Endspiel um die Kreismeisterschaft und teilten sich kampflos den Titel. Für diesen Erfolg zeigten sich verantwortlich, Jörg und Uwe Simon sowie Philip Jakob im sportlichen Bereich und Eckart Rolf als Betreuer. Spieler wie Oliver Deutloff, Ralf Hartmann, Karsten Hollasch, Andreas Maibaum, Michael Gallinat, Stefan Hecker, Knut Küper, Michael Rolf, Markus Lehmann, Frank Schirrmacher oder Marc Ghesla gehörten unter anderem zu diesen beiden Mannschaften.

In den Jahren 1984 und 1985 schaffte es die damalige männl. B-Jugend im ersten Jahr in die Landesliga und im zweiten Jahr in die Verbandsliga aufzusteigen. Unter den Trainern Uwe Simon und Philip Jakob spielten u.a. Andreas Maibaum, Frank Schirrmacher, Thomas Springob, Michael Rolf, Markus Lehmann, Mike Labenski, Thomas Drepper und Konrad Trümper.

1986 ist ein Titel nach Überruhr geholt worden. Die 1. Damen mit Spielerinnen wie u.a. Gaby Vogt, Inge Heinz, Marlies Müller, Rosi Mattner, Gaby Pieper, Petra Thomas, Brigitte Rühl oder Gerti Kestner gewann den Essener Stadtpokal. Trainiert wurde weiterhin unter Ulli Kagel.

Zwischen 1988 und 1990 kamen besonders im Jugendbereich die Erfolge reihenweise. Weibliche und männliche A- und B-Jugend stiegen in die Verbandsliga auf. Gleichzeitig wurde der Gewinn des Supercups in die Skala der Erfolge aufgenommen. Im Jugendbereich waren unter anderem Anne Waterkamp, Monika Mnich, Oliver Scholz sowie Jörg und Uwe Simon für das Training und die sportliche Betreuung verantwortlich.

1990 begann Inge Heinz im Trend der Zeit mit dem Aufbau des sogenannten Mini-Bereichs. Sie interessierte Kinder zwischen vier und sechs Jahren für den Handballsport, in dem sie mit bewegungstechnischen und spielerischen Elementen den Ball in den Mittelpunkt ihrer Übungseinheiten setzte. Noch heute leistet die SG Überruhr in diesem Bereich "Pionierarbeit". Die Jüngsten für Sport allgemein und Handball im Besonderen zu begeistern ist eines der wichtigsten Anliegen für unseren Verein. 
Im Seniorenbereich schlug das Erfolgsbarometer nicht ganz so stark aus, aber dennoch konnten wir Aufstiege der 2. Damenmannschafft und der 1. Herren sowie die Endspielteilnahme unserer 1. Damenmannschaft im Stadtpokal feiern. 
Hier sind unter anderem die Trainer Christoph Brüggemann, Gustl Haupt und Ulli Kagel bei den Senioren zu erwähnen. Einige Namen von einer größeren Anzahl von Spielerinnen und Spielern seien an dieser Stelle noch erwähnt: Karina Braun, Daniela Hohmann, Monika Wilhelm, Birgit Kammer oder Regina Liewerkus bei den Damen, Andreas Hofmann, Andreas Schürmann, Christian Hemmersbach, Michael Katz, Thorsten Nooder, Arnd Wiegel oder Heiner Blum bei den Herren.

Im Zeitraum 1992 bis 1994 machten besonders die Damenmannschafen auf sich aufmerksam. Die 1. Damen stieg 1992 wieder in die Verbandsliga auf, leider nur für eine Saison. Trotz des Abstieges aus der Verbandsliga wurde der Stadtpokal nach 1986 zum zweiten Mal auf die Ruhrhalbinsel geholt. 1994 zog die 2. Damen nach und stieg in die Kreisliga auf. In diesen Jahren waren Klaus Haentjes, Markus Lehmann und Gustl Haupt für die sportliche Leitung im Damenbereich zuständig. Zum Kader der 1. Damen gehörten u.a. Anne Keller, Ulrike Schneider, Angelika und Roswitha Mattner, Anja Asmann, Gaby Vogt, Birgit Delker, Heike Geissler, Nicole Klinder und Regina Liewerkus. Mittlerweile hatte sich die Zusammensetzung der 2. Damen auch etwas geändert, u.a. kamen hinzu Eva Benda, Silke Lüttenberg, Kirsten Vehren, Anke Opperskalsky oder Petra Orac.

In den folgenden Jahren musste die erfolgsgewohnte SG Überruhr in ihren Erwartungen etwas zurückstecken. Besonders im Seniorenbereich, mit Ausnahme der Kreismeisterschaft der 2. Herren 1998, blieben nicht nur die Erfolge aus, sondern man musste einige Abstiege in Kauf nehmen. Besonders eklatant kam es für die SG? 1998, als die 1. Herrenmannschaft aus der Landesliga abstieg und damit gleichzeitig der 2. und 3. Herren den Zwangsabstieg in die Kreisliga bzw. die 1. Kreisklasse beibrachte.

Im Jugendbereich sah es nicht ganz so schlimm aus, die weibl. D-, C- und B-Jugendmannschaften holten weiterhin Kreismeisterschaften nach Überruhr, ebenso machten es die männl. E- und D-Jugenteams. (1996 und 1998). Hinzu kommen 1998 noch die Aufstiege der weibl. B und der männl. C in die Oberliga des HVN. Für diese Erfolge im Jugendbereich zeichneten u.a. Hans Clodt, Michael Thomas, Michael Katz und Boris Heller verantwortlich.

to be continued…..

 

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