SGÜ muss nach Auswärtsniederlage Platz 1 abtreten

Die siegreichen Mettmanner sicherten sich nach dem 28:22 (14:12)-Heimsieg gegen die SG Überruhr den ersten Platz.
Das Team von Vogel/Paul ist nun Dritter, punktgleich mit dem anderen Verfolger TuS Lintorf.

Lange Zeit deutete es auf eine Partie hin, die erst mit dem letzten Angriff entschieden werden könnte, bis wenige Minuten vor Schluss hielten die aufopferungsvoll kämpfenden Jungs von der Ruhrhalbinsel beim Favoriten mit, 22:21 aus Sicht der Mettmanner stand es 5 Minuten vor Abpfiff, ehe die individuell starken Mettmanner zwei technische Fehler der Essener eiskalt ausnutzten und uneinholbar in Führung gingen. Dass das 28:22-Endergebnis nicht den wahren Spielverlauf wiederspiegelt, war nach Abpfiff auch den Neandertalstädtern klar.
Die Deckung der Überruhrer war vor allem zu Beginn der 2. Halbzeit kaum zu knacken, als sie aus dem 12:14-Pausenrückstand eine 15:14-Führung herauswarfen.
Christian Paul analysierte nach Abpfiff die Niederlage: „Trotz der Sechs-Tore-Niederlage haben wir ein Spiel auf Augenhöhe erlebt. Unsere Defensive stand sicher und wir haben toll gekämpft. Leider fehlte uns im Angriff gegen die robuste Mettmanner Abwehr die nötige Durchschlagskraft und das nötige Wurfglück. Die Enttäuschung ist natürlich erst einmal groß, dennoch kann man mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Wir wollen nun mit Vollgas in die letzten drei Spiele gehen“.

Neben der robusten Mettmanner Abwehr war es auch deren Torhüter Kamil Bily, der die SGÜ-Akteure teilweise zur Verzweiflung brachte.

Die gut 700 Zuschauer im rappelvollen ‚Herrenhaus‘ verpassten dem Spiel einen tollen Rahmen.
An dieser Stelle sei auch noch die gute Schiedsrichterleistung erwähnt, die trotz der hitzigen Kulisse und der Wichtigkeit des Spiels unaufgeregt und sehr souverän gepfiffen haben.

Für die Essener geht es in den verbleibenden vier Partien (Lintorf, Dümpten, Wermelskirchen, Langenfeld II) darum, möglichst viele Punkte zu sammeln um Tabellenführer Mettmann auf den Fersen zu bleiben.

Ein Dank geht an die circa 200 mitgereisten SGÜ-Anhänger. Das Team versucht so schnell wie möglich ihren ‚8. Mann‘ wieder mit Punkten zu versorgen, um nach dem Abpfiff mit den besten Fans der Welt Siege zu feiern!

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