SGÜ endlich auch auswärts erfolgreich

Nach dem 27:25 (13:10) beim LTV Wuppertal haben die Essener nun 6:8-Punkte und stehen auf Rang acht.
In der nahezu ausverkauften Halle in Wuppertal kamen die Gäste gut in die Partie, die circa 100 mitgereisten Überruhrer Fans unterstützen das Team über die gesamte Spielzeit.

Co-Trainer Tim Birkenstock zog den Hut vor dem so genannten achten Mann: „Was unsere Fans geleistet haben, war wieder einmal unglaublich. Darauf können wir verdammt stolz sein.“ Birkenstock, der „ein engagiertes und kampfstarkes Spiel“ seiner Mannschaft sah, attestierte den Jungs von der Ruhrhalbinsel „trotz einer kleinen Schwächephase in der zweiten Halbzeit“ eine gute Leistung mit verdienten zwei Punkten.

Die Schiedsrichter, sprachen in einer körperlich betonten, aber stets fairen Partie insgesamt zehn Zeitstrafen aus.

Nach einem guten Start und der 2:1-Führung der Gäste fand auch der LTV besser in die Partie, erzielte mit dem 2:3 die einzige Führung im gesamten Spielverlauf. Wuppertal, mit Neu-Trainer Dennis Werkmeister an der Seitenlinie, scheiterte oft an der besonders im ersten Durchgang bärenstark agierenden Essener Defensive, in der Lars Kürten und Toni Koenemann im Mittelblock ein starkes Spiel ablieferten.

Auch im Angriff wurde der Ball gut laufen gelassen, freie Räume gesehen und auch genutzt. So ging die SGÜ mit 9:5 in Führung, ehe der LTV zum Pausentee auf 13:10 verkürzen konnte. Nach Wiederbeginn vergrößerten die Jungs um Kapitän Tim Reinhardt den Vorsprung wieder auf vier Tore (17:13), Werkmeister sah sich zu einem frühen Time-Out gezwungen – und das zeigte Wirkung.
Zehn Minuten später waren die Langerfelder wieder auf Schlagdistanz, Florian Görigk verkürzte für die Gastgeber auf 21:22, ehe SGÜ-Coach Sebastian Vogel die grüne Karte auf den Tisch am Kampfgericht legte.

„Wir haben eine starke erste Hälfte gespielt, vorne wie hinten. In der zweiten Halbzeit waren wir dann etwas überhastet im Abschluss. Dadurch haben wir die Tür für Wuppertal nochmal aufgemacht. Am Ende ein für mein Empfinden verdienter Sieg, das Spiel war zwar nicht immer hochklassig, aber sehr intensiv“, analysierte ein sichtlich erleichterter Sebastian Vogel nach Abpfiff.

Sein Time-Out zeigte Wirkung, Überruhr zog bis 2 Minuten vor Schluss wieder auf drei Tore davon.
Nikolai Gregory erstickte mit dem Treffer zum 27:25-Endstand jegliche Wuppertaler Hoffnung auf einen Punktgewinn.

Ein besonderer Dank geht zum einen an das grandiose Publikum und an Torwart Robert Ante, der Christian Ridder (Urlaub) und Dominik Sieberin (verletzt) zwischen den Pfosten vertrat.

Somit reisen die Essener mit zwei wichtigen Punkten im Gepäck wieder ins Ruhrgebiet.

Für die SGÜ spielten:

Skolik, Ante – Sieberin (8/1), Birkenstock, N. (6), Krüger (5), Eller (4), Kürten (2), Reinhardt, Gregory (je 1), Koenemann, Markowicz, Batz und Keller.

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