SG Überruhr will den Anschluss nicht verlieren

Im Saisonendspurt bekommt es die Mannschaft von Coach Sebastian Vogel mit dem TuS Lintorf zu tun.
Die Lintorfer reisen mit dem Selbstvertrauen eines 36:28-Sieges über den HSV Dümpten an.
Um 18:30 Uhr wird am kommenden Samstag, 16.04.16, in der Halle an der Klapperstraße angeworfen.

Noch vier Spiele sind zu absolvieren und die SGÜ mischt weiter oben mit – leider nicht mehr als Tabellenführer. Vergangenes Wochenende wurde durch die 22:28-Niederlage im Herrenhaus in Mettmann die Tabellenführung abgegeben, die Jungs von der Ruhrhalbinsel rutschten sogar auf Platz drei ab. Hinter Mettmann (33:11-Punkte) und Remscheid (32:12) teilen sich TuS Lintorf und die SGÜ den dritten Rang (31:13), gefolgt vom TV Angermund auf Rang 5 (29:15).

— Aufstiegsplätze verständlich erklärt —

Für die SGÜ gilt es in den abschließenden Spielen so viel Punkte wie nötig zu sammeln, um als einer der direkten Aufsteiger in die Oberliga die Relegation zu umgehen. Wie viele Mannschaften genau aufsteigen, ist immer noch unsicher. Man ist abhängig von den HVN-Teams aus der dritten Liga, die aber zum Glück alle schon den Klassenerhalt gesichert haben. Dadurch gibt es mindestens 9 Aufsteiger aus der Verbandsliga in die Oberliga. Ob es einen zehnten Aufsteiger geben wird, ist unklar. Das ist wiederum davon abhängig, welche Mannschaft in die dritte Liga aufsteigt. Sollte sich der Niederrhein-Vertreter (Oberliga-Erster HVN) gegen den Mittelrhein-Vertreter (Oberliga-Erster HVM) durchsetzen, wären es sogar zehn Verbandsliga-Aufsteiger. Zum heutigen Stand würden dementsprechend 9 Mannschaften aufsteigen. Die ersten vier aus den beiden Verbandsliga-Gruppen steigen direkt auf, während die beiden Tabellenfünften den letzten Aufstiegsplatz per Relegationsspiel ermitteln müssten.

In Überruhr setzt man also alles daran, am Ende der Saison unter den Top 4 abzuschließen. Und dafür muss ein ordentlicher Saisonendspurt her, denn die Konkurrenten sind derzeit richtig gut drauf. Remscheid stellt das beste Team der Rückrunde, Mettmann gewann die letzten sieben Spiele, und der TuS Lintorf wird hoch motiviert in die Klapperhalle reisen. Der TV Angermund hingegen – hat rein vom Papier her – das einfachste Schlussprogramm.

Mit einem Sieg gegen den TuS Lintorf würden die Überruhrer also einen gewaltigen Sprung in Richtung Aufstieg machen, womit vor der Saison wahrlich nicht zu rechnen war.

Vor der Partie gegen die Ratinger konnten die Essener gut trainieren, Spuren hat die Niederlage in Mettmann kaum hinterlassen. Im Lager der SGÜ ist man sich einig, dass man über weite Strecken gerade in der Defensive eine ansprechende Leistung gezeigt hat und darauf aufbauen kann.

„Die Topspiel-Wochen gehen für uns weiter. Obwohl wir das Spiel in Mettmann nicht zu unseren Gunsten entscheiden konnten, gab es unter der Woche wenig enttäuschte Gesichter. Natürlich war die Niederlage bitter, aber wir haben 55 Minuten gut gearbeitet. Unser Ziel muss es nun sein, die Leistug über die volle Spielzeit gegen den TuS zu bestätigen. Auf uns wartet mit den Ratingern eine ganz andere Spielanlage als noch in Mettmann. Die Lintorfer spielen nicht ganz so körperlich, sind dafür umso schneller“, warnt Coach Sebastian Vogel vor dem kommenden Gegner.

Pascal Druschke will am Ende der Saison seine Schuhe an den Nagel hängen.

+++ Kreisläufer Pascal Druschke vor Karriereende +++

Noch vier Spiele sind in der Spielzeit 15/16 zu absolvieren – es werden die letzten vier Spiele in der Karriere des SGÜ-Kreisläufers Pascal Druschke. Der 34-jährige Routinier hat vor einigen Wochen bekannt gegeben, seine Handballschuhe an den Nagel zu hängen. Pascal hat die letzten Jahre seiner aktiven Laufbahn in Überruhr verbracht und mit dem Team den Aufstieg in die Verbandsliga in der Saison 13/14 gefeiert. Zudem war er jahrelang bei der HSG Mülheim und dem HSV Dümpten ebenfalls in der Verbandsliga aktiv. Der sympathische Lehrer wird der SGÜ als Co-Trainer der männlichen A-Jugend und als Herrenwart im organisatorischen Bereich erhalten bleiben.

Zum kommenden Spiel äußert sich Druschke optimistisch: „Es wird eine ganz schwere Aufgabe für uns, ähnlich schwer wie in Mettmann. Schaffen wir es aber, unser Angriffspiel zu verbessern, haben wir gute Chancen, das Verfolgerduell für uns zu entscheiden.“

Drei der letzten vier Saisonspiele der 1. Herren sind Heimspiele, unterstützt also die SGÜ im Endspurt, der am Samstag um 18:30 Uhr gegen den TuS Lintorf beginnt.

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