da wäre an diesem Tag mehr drin gewesen

Damen HVN Oberliga: SG Überruhr – TB Wülfrath 19:20 (13:14)

Das Spiel des 3. gegen den 1. erfreute die sehr zahlreichen Zuschauer zwar nicht mit technischen Leckerbissen aber an Spannung und Engagement bot das Spiel sehr viel.
Dass das Spiel des TBW an diesem Nachmittag im Rückraum stark auf Daria Blume zugeschnitten sein würde, erläuterte Bernd Vatter schon in der Kabine, da Wülfrath mit Lena Haider und Paula Staussberg zwei wichtige Spielerinnen fehlten. Daria hatte das Thema verstanden aber die SG nicht. Beim Stand von 1:4 und drei Toren von Daria Blume, sah sich Bernd Vatter schon sehr früh (3:42) gezwungen die Deckung im Team Time Out neu einzustellen. Dann stand die Abwehr besser und nach einigen Umstellungen im Rückraum stieg die Effektivität im Angriff auch an. Nach 20 Minuten war die SG dran und konnte dann ihrerseits sogar in Führung gehen. Vielleicht hat die SG es in dieser Phase verpasst für eine kleine Vorentscheidung zu sorgen. Von 10. Minute bis zur Halbzeit gelangen dem TBW nur 2 Tore. Dieses Momentum hätten wir besser ausnützen müssen.
Die zweite Halbzeit war von viel Einsatz auf beiden Seiten gekennzeichnet. Es wurde auf beiden Seiten hart gearbeitet, manchmal an der Grenze des Erlaubten. Ein Übriges zur Spannung trugen die starken Torhüterinnen auf beiden Seiten – Anna Bandur und Sabine Nassenstein – bei. In der gesamten zweiten Halbzeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Dem TBW gelang erst in der 56. die erste 2 Tore Führung (19:20), die dann auch zum Sieg reichte.
Wobei die letzten Minuten den Zuschauern nochmal so richtig Spannung boten. In der 57. Minute gelang Medea Frede der Anschluss. Beide Mannschaften hatten nun noch die Chance Tore zu erzielen. Bernd Vatter nutzte 32 Sekunden vor dem Ende seine grüne Karte um die entscheidende Option für den Ausgleich zu besprechen. Die Aktion verpuffte. Lars Fassbender wollte 14 Sekunden vor dem Ende seine Mannschaft auf das Runterspielen der Zeit ausrichten. Das klappte nicht – Amelie Polutta eroberte den Ball. 5 Sekunden wurde vor dem Ende griff Lisa Sippli recht hart ein – zumindest so hart, dass die Schiedsrichter eine 2 Minuten Strafe aussprachen. Dann ging es allerdings mit Freiwurf weiter, den die SG nicht verwerten konnte.
Vor dem Hintergrund der seit dieser Saison geltenden Regel für die 30 letzten Sekunden:
„Begeht ein Abwehrspieler in den letzten dreißig Sekunden eine grobe Regelwidrigkeit oder unterbindet regelwidrig eine Wurfausführung erhält er nun die rote Karte ohne Bericht und die andere Mannschaft automatisch einen Siebenmeter.“
hat die SG Einspruch gegen die Wertung eingelegt.

Spielfilm:
0:1 1:5 2:6 3:7 7:7 8:8 10:8 10:9
11:10 12:11 13:12 14:13 15:15 16:17 18:17 18:20 19:20

Annalena Bandur, Tanja Berens, Katrin Bruns (7/4), Medea Frede (2), Denise Grzegorczyk (1), Maisy Karwatzky, Jule Kürten, Maike Lehnen (2), Noelle Orzol (2), Amelie Polutta (2), Ricarda Scheffler, Anna Schlabitz (2), Jana Schwunk, Carina Thomas (1).
Es fehlten verletzungsbedingt Nathalie Sievers, Vanessa Seckelmann und Julia Niggemeyer hat ausgesetzt.

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