Auch der Tabellenzweite musste alles geben

Nordrheinliga Damen: Fortuna Köln – SG Überruhr 28:27 (14:16)

Wie schon in der Vorwoche beim Spiel gegen den Tabellenersten sprach die Tabelle bezüglich der Favoritenrolle eine eindeutige Sprache – der Tabellen 9. trat beim 2. an, der bis dahin zu Hause nur 2 Punkte abgegeben hatte.

Und wieder – diesmal mit dezimiertem Kader – hatte die SG Überruhr den Favoriten am Rande der Niederlage oder zumindest des Punktverlustes.
Wir wollten an die sehr guten Leistungen aus dem Spiel gegen Bonn anknüpfen und den letzten Punkt holen, um den Abstieg auszuschließen.

Diesem Ansatz folgte die Mannschaft mit einer starken Defensive und erfolgreichen Abschlüssen vorne 3:0 (5.). Dann legte die extrem dynamische Hannah Haase los und das Spiel war wieder eng (3:4 7.). Wir konnten uns aber relativ schnell darauf einstellen und in der Abwehr effektiver arbeiten – der Angriff blieb variabel – es gelangen vor allem viele zwingen Aktionen (Tore oder 7m) über den Kreis – so dass der Vorsprung wieder wuchs (6:10 15.) und bis zur Halbzeit knapp gehalten werden konnte.

Bis zur 36. (15:19) waren wir super unterwegs, dann machte sich langsam die extrem heiße Halle und der knapp besetzte Rückraum bemerkbar. Wir versuchten zwar unseren 4 Rückraumspielerinnen Auszeiten zu gewähren, aber sie waren alle schon enorm gefordert, da auf beiden Seiten mit sehr viel körperlichem Einsatz – aber meist fair – gearbeitet wurde. Köln gelang der Anschluss und in der 47. Die erstmalige Führung (21:20). Das Spiel kippte aber nicht, da die SG sich mit allen Kräften dagegen wehrte.

Bis zur 57. Minute ging keine der Mannschaften mit mehr als einem Tor in Führung – dann erhielten wir eine zweifelhafte 2 Minuten Strafe, die Köln scheinbar für die Entscheidung nutzte 28:25 (58:44). Unter normalen Umständen aussichtslos, aber im Team Time Out haben wir uns nochmal offensiver ausgerichtet und einen schnellen Abschluss abgesprochen. Das Tor fiel 28:26 (59:09). David von Essen war sich seiner Sache wohl auch nicht ganz sicher, zog seine letzte grüne Karte – wir stellen uns nochmal offensiver auf. Uns gelang schnell der Ballgewinn und Ragna war nur noch 7 m würdig zu stoppen inklusive 2 min Strafe. Kati schloss sicher vom Punkt ab 28:27 (59:38). Es hätte noch einen versöhnlichen Abschluss geben können, wenn die Schiedsrichter ganz konsequent gewesen wären. Fortuna unterläuft ein technischer Fehler. Nach dem Pfiff hält die Spielerin den Ball fest, schaut auf die Uhr, macht einen Schritt zur Seite und lässt den Ball langsam fallen und bleibt direkt vor dem Ball stehen. Die Schiedsrichter unterbrechen das Spiel (es wären noch 3 Sekunden auf der Uhr gewesen). Wir hofften auf den 7m wegen grob regelwidrigem Verhalten in den letzten 30 Sekunden des Spieles – aber die Schiedsrichter entscheiden auf Spielschluss.

Die SG hat wieder eine top Einstellung auf die Platte gebracht und braucht sich überhaupt Garnichts vorzuwerfen – uns fehlte ein wenig Glück.

Die weiteren Spielergebnisse (Neuss verliert gegen Walsum und Straelen gegen Strombach) fielen dann für uns aus. Jetzt ist nur noch rechnerisch der Abstieg möglich. Neuss kann uns nicht mehr einholen und Straelen müsste gegen Dünnwald gewinnen, wir gegen Strombach verlieren und im letzten Spiel in Straelen müssten wir mit mehr als 16 Toren verlieren – bei der aktuellen Leistung der Mannschaft nicht wirklich vorstellbar.

Nichtsdestotrotz wollen wir am nächsten Samstag um 16:00 Uhr in der Klapperhölle im letzten Heimspiel der Saison gegen Strombach auch den rechnerischen Sack zu machen und würden uns über zahlreiche Unterstützung freuen.

Spielfilm:
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Liesa Benger, Tanja Berens (2), Katrin Bruns (5/1), Laura Freude (1), Denise Grzegorczyk (1), Jule Kürten (6/3), Ricarda Scheffler, Nathalie Sievers (3), Jana Schwunk, Carina Thomas, Ragna Werner (5), Sinje Weisz (4)

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