Abwärtstrend gestoppt!

mA-OL:   SG Überruhr   –  Vohwinkeler STV        30 : 19   (15 : 11)

Nach drei zum Teil unnötigen Niederlagen in Folge versuchte unsere männliche A-Jugend den Negativtrend im nachverlegten Heimspiel am vergangenen Freitag gegen den Vohwinkeler STV zu stoppen. Der Gegner aus dem unteren Tabellendrittel kam als Außenseiter an die für ein Wochentag gut besuchten Klapperhalle und sollte vor allem in der Anfangsphase für Unbehagen beim Essener Anhang sorgen.

Denn bis zur 4. Minute passierte auf beiden Seiten nicht viel. Die SGÜ agierte wohl aufgrund der letzten Ergebnisse etwas verunsichert und kam nie richtig zum Abschluss, wogegen die Truppe aus Wuppertal erstmal die Lage sondierte, um sich unsere Jungs zurechtzulegen. Philipp Thomas besorgte zunächst die 1:0-Führung, die aber leider keine Sicherheit gab. Im Gegenteil.., der VSTV nutzte die anhaltende SGÜ-Schwächephase, um mit 1:3 bis zur 10. Minute in einer zähen Partie in Führung zu gehen. In der 12. Minute sah sich Pierre Sieberin bereits gezwungen beim Stand von 2:4 und zwei verworfenen Siebenmetern seitens der SGÜ seine erste Auszeit zu nehmen, um die Nerven zu beruhigen und etwas Struktur im Angriffsspiel der Essener zu bringen. Doch bis zur 18. Minute vergrößerte der Gast seinen Vorsprung still und leise auf 4:8, ohne dass Besserung im Spiel unserer Jungs zu spüren war. Plötzlich leisteten sich die Wuppertaler selbst einen zweiminütigen Aussetzer, den unsere Jungs konsequent zum 7:8-Anschluss ausnutzten. Jetzt kehrte die Sicherheit in den Aktionen zurück! Was vorher misslang, war nun von Erfolg gekrönt. Die Abwehr war wieder Herr der Lage und der Angriff kam endlich ins Rollen. So erzielte unser Team in den letzten zehn Minuten acht Tore (mehr als in den zwanzig Minuten zuvor), der Gegner hatte mit drei Toren nur eine ganz magere Ausbeute. Damit ging man mit einer komfortablen 15:11-Führung und der Überzeugung, dass die Angriffsmaschine läuft, in die Halbzeitpause.

Und tatsächlich.., der VSTV konnte seine Verunsicherung nicht ablegen und unsere Jungs machten da weiter, wo sie aufgehört hatten. Schnell war klar, wer Herr im Hause ist und der Vorsprung wuchs bis zur 40. Minute auf 20:12. Selbst mehrere Zwei-Minuten-Strafen konnte die SGÜ nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Im Gefühl des sicheren Sieges konnte sich Pierre jetzt erlauben allen Akteuren Spielzeit zu geben, die diese mit erfolgreichen Abschlüssen dankbar annahmen. Die Wuppertaler konnten in der zweiten Hälfte nicht mehr an die ansprechende Leistung der ersten zwanzig Minuten anknüpfen und gingen mit fortlaufender Spielzeit langsam aber sicher unter. Dies lag aber natürlich auch an der überzeugenden Vorstellung der Hausherren, vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit, die sich rechtzeitig fingen, um dann grandios zum 30:19-Endstand aufzutrumpfen.

Festzuhalten bleibt, dass in den ersten zwanzig Minuten unser Team vollkommen neben sich stand. Unerklärliche Fehler mangels Konzentration oder fehlender Sicherheit muss das Trainergespann für die weiteren weitaus schwereren Aufgaben möglichst klein halten. Auf die darauffolgenden zwanzig Minuten kann man wiederum aufbauen. Hier zeigte sich die Souveränität, die zu Beginn der Saison den Anhang ein ums andere Mal begeisterte. Im kommenden Auswärtsspiel gegen den TV Haan wird aber diese Gesamtleistung nicht reichen. Vielmehr muss der durchdachte und eingespielte Aufbau aus einer sicheren Abwehr noch verbessert werden. Klar kann man Fehler machen, aber diese sollten nicht ein ums andere Mal wiederholt werden. Sicherheit kann man sich, selbst wenn es nicht laufen will, aus dem Kampfgeist wieder holen.., und diesen haben unsere Jungs zur Genüge! Herausragend spielte wieder einmal Philipp Thomas, der nicht nur erfolgreichster Torschütze wurde, sondern auch immer ein Blick für seine Mitspieler hatte.

Es spielten: Nils Waldrich (TW), Max Heidrich (TW), Philipp Thomas (12/3), Lukas Tholen (4), Torben-Bo Enigk (3), Ole Vetterlein (3), Manuel Rademacher (2), Jonas Graef (2), Jakob Öhrl (1), Florian Brombach (1), Salomo Ortega-Sawal (1), Tom van der Heuvel (1), Henrik Nocke und Maximilian Gewehr

Bilder: Corina Simon         (Fotoalbum SGÜ – VSTV)

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