A-Jugend zurück in Erflogsspur

Mit 24:22 (7:9) bezwang der SGÜ-Nachwuchs den Tabellenvorletzten MTV Rheinwacht Dinslaken

„Der erste Durchgang war reich an technischen Fehlern und Pfostentreffern“, so die Analyse von Trainer Pascal Druschke. In der Defensive agierten die Überruhrer sehr konzentriert, 9 Gegentore in 30 Minuten sind ein klares Indiz für gute Abwehrarbeit. Was sich die SGÜ ankreiden muss ist ganz klar die schlechte Chancenverwertung, die erst in der 2. Halbzeit besser wurde.

Trotz mahnender Worte des Trainergespanns Druschke/Sieberin startete der MTV besser in Durchgang zwei und ging schnell mit 7:11 das erste Mal mit 4 Treffern Vorsprung in Führung. Bis zum 9:13 ließen die Essener dem Gast vom Niederrhein zu viele Freiheiten in deren Angriffsbemühungen und schlossen im Gegenzug oft zu früh ab.

Über 13:15 kämpften sich die Jungs von der Ruhrhalbinsel auf 16:16 heran, gingen sogar mit 19:16 vermeintlich komfortabel in Führung. Die dritte Zeitstrafe gegen SGÜ-Kreisläufer Torben-Bo Enigk brache in den Schlussminuten noch einen kleinen Bruch in die Partie. „Torben-Bo musste heute durchspielen, sowohl Gallinat als auch Felter und Eichler fehlten oder waren angeschlagen“, so Coach Sieberin zur Kreisläufer-Situation.

Durch die Unterzahl geriet der Vorsprung der SGÜ noch einmal in Gefahr. 21:20 und 23:22 lautete der Spielstand in der 57. und 59. Minute, ehe Fabian Graef, der in der ersten Halbzeit noch mit 5 Aluminiumtreffern das Wurfpech auf seiner Seite hatte, das erlösende 24:22 erzielte.

Pierre Sieberin war trotz des Sieges nicht zufrieden: „Das war heute spielerisch keine gute Leistung von uns. Wir haben zu oft die falsche Entscheidung im Angriff getroffen. Wichtig sind die zwei Punkte, nun können wir wenigstens mit Selbstvertrauen in die nächsten Spiele gehen“.

Deutlich besser agierten die Überruhrer nach der Deckungsumstellung in der 40. Minute, als Niklas Neuse aus der 6:0-Deckung als Vorgezogener in der 5:1 agierte. Daraus resultierten einige Gegenstöße und technische Fehler der Dinslakener, die die SGÜ gegen Ende des Spiels auch auszunutzen wusste. Auch Linkshänder Fabian Graef zeigte sich im zweiten Durchgang deutlich verbessert, 6 seiner 7 Tore warf er in Halbzeit zwei.

Tore: Graef (7), Neuse, Enigk (je 4), Steinhauer (3), Scholten, Märker (je 2), Hospodarsch (1).

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