A-Jugend schafft souverän die OL-Qualifikation!!!

Am vergangenen Sonntag, dem 25.06., fand das für unsere mA-Jugend entscheidende  Qualifikationsturnier zur HVN-Oberliga mit insgesamt vier Mannschaften in der Sporthalle an der Klapperstr. statt. Die SGÜ hatte sich durch den Sieg in der Essener Kreisqualifikation das Heimrecht gegen die zugelosten Gegner aus Haan, Langenfeld und Bottrop erspielt. Im Turniermodus „jeder gegen jeden“ über eine Spielzeit von 1x 20 Minuten ohne Auszeit würde nur der Gruppensieger die direkte OL-Qualifikation schaffen. Dem Zweiten bliebe über ein weiteres Turnier ein nicht so einfach zu öffnendes Hintertürchen zur Oberliga übrig.

Damit waren zunächst die Vorgaben für die ersten beiden Spiele klar: Zwei Siege mussten gegen die vermeintlich stärksten Gegner her, um sich die Tabellenspitze zu sichern und dann das letzte Spiel hoffentlich etwas entspannter angehen zu können. Da sämtliche Gegner für unsere Jungs und dem Trainerstab Sieberin/Druschke bislang ein unbeschriebenes Blatt waren, musste man sich auf die eigenen Stärken verlassen und mit dem mittlerweile zahlreichen Anhang jegliche Schwächephase vermeiden.

Um 11:00 Uhr startete dann das Turnier mit dem Eröffnungsspiel der SGÜ gegen die JSG Haan vor zunächst ca. 90 Zuschauer. Die Haaner hatten ihre Kreisqualifikation als Zweiter abgeschlossen und schienen vom Papier her der schwerste Gegner zu sein. Unsere Jungs zeigten sich aber sofort präsent und verdeutlichten mit einer sich schnell verschiebenden und zupackenden Abwehr, wer Herr im Hause ist. Die Haaner bekamen kaum Möglichkeiten ihre Angriffszüge ordentlich zu Ende zu spielen, wogegen die Essener schnell im Angriff auf Touren kamen und mehrfach die gegnerische Abwehr durcheinander wirbelten. So erspielten sich unsere Jungs über ein 4:0 zunächst eine 6:3-Führung bis zur 12. Minute. Wenn man etwas zu bemängeln hatte, dann war es die schlechte Chancenverwertung. Mehrfach erarbeitete sich die SGÜ-Abwehr einen Ballgewinn, der dann vorne zwar meistens gut ausgespielt, am Ende aber aus aussichtsreicher Position vergeben wurde. Als dann die Haaner mangels Spielzeit offener agieren mussten, taten sich für unsere Jungs die entsprechenden Lücken auf, die jetzt konsequent genutzt werden konnten. Damit kam man über ein 9:3 zu einem ungefährdeten 11:5-Sieg über den ersten Rivalen um den Aufstieg. In den darauffolgenden Matches schlug die SG Langenfeld den SC Bottrop mit 10:8 und die JSG Haan die Bottroper ebenfalls mit 17:15.

Damit stand es fest, dass die Essener im 4. Spiel des Tages ein Endspiel gegen die SG Langenfeld austragen würden. Die Bergischen waren zwar als Kreisfünfter gerade so in die Qualifikation reingerutscht, zeigten aber deutliche Ambitionen auf den Gruppensieg. Gerade das schnelle Passspiel der Langenfelder musste unterbunden werden, um diese nicht ins Spiel kommen zu lassen. Vor mittlerweile 120 Zuschauer startete die SGÜ wieder einmal hochkonzentriert mit dem Willen dieses Match für sich zu entscheiden. Die Abwehr war wieder unglaublich präsent und erstickte sämtliche Bemühungen seitens der SGL einen einfachen Torabschluss zu erzielen. Umgekehrt passten die Kombinationen und die Tempogegenstöße in der Vorwärtsbewegung, wobei viele sehenswerte Spielzüge erfolgreich zu Ende gespielt wurden. So stand es nach 8 Minuten bereits 6:2 für unsere Jungs und man hatte nicht den Eindruck, als ob diese das Heft noch aus der Hand geben würden. Mit fortlaufender Spielzeit rieben sich die Bergischen an unserer Abwehr auf, ohne den Abstand verkürzen zu können. Beim Stand von 10:6 4 Minuten vor Schluss ging der SGL die Luft aus und unser Team zog noch einmal das Tempo an, um dann das Match mit 14:6 zu entscheiden und den Gruppensieg vor dem jubelnden Anhang unter Dach und Fach zu stellen.

Damit hatte das letzte Spiel gegen den SC Bottrop nur noch einen statistischen Wert, da die SGÜ nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen war und die Bottroper den letzten Platz nicht mehr verlassen konnten. Somit erlaubte sich das Trainergespann von Beginn an mit den Spielern zu starten, die noch nicht zum Einsatz gekommen waren. Diese gaben ihr Bestes, doch die Stammkräfte waren aufgrund der bereits feststehenden Qualifikation nicht mehr so richtig bei der Sache. Verständlich, aber nicht eines Spitzenteams würdig..! Es wäre schön gewesen, auch das letzte Spiel gegen einen wirklich aufopfernd kämpfenden Gegner noch einmal mit der notwendigen Konzentration anzugehen. In einer zähen Anfangsphase setzten sich die Bottroper zunächst bis zur 4. Minute mit 1:3 ab, um dann in der 9. Minute die Führung auf 2:5 auszubauen. Gerade die Abwehr, die zuvor so prächtig agiert hatte, spielte jetzt mit angezogener Handbremse und vorne blieben einfach die Ideen aus. Also wurde mehr Durchschlagskraft im Angriff eingewechselt, so dass man bis zur 12. Minute eine 6:5-Führung erspielte. Trotzdem merkte man den Essenern an, dass sie nicht ganz bei der Sache waren, denn sie handelten sich postwendend 2 Zeitstrafen hintereinander ein, die über ein 6:8 in einer unnötigen, aber nicht mehr belastenden 8:9-Niederlage mündeten.

Am Ende des Turnieres stellte Pierre Sieberin, seit Jahren Hauptverantwortlicher der Mannschaft, fest: „Ich bin mit der Abwehrleistung in den ersten beiden Spielen absolut zufrieden. Es wurde alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten! Der Gegner wurde immer bedrängt und kam nicht frei zum Abschluss. Vorne wurde im ersten Spiel zu viel liegen gelassen, aber dann, im wichtigen zweiten Match, hat auch dort alles gepasst. Das dritte Spiel hat mir natürlich überhaupt nicht gefallen! Obwohl wir sicher durch waren, hätte viel mehr Biss da sein müssen. Gefreut hat es mich, dass die erzielten Tore auf viele Akteure verteilt wurden.“

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die zwei entscheidenden Spiele gegen die Hauptrivalen um den Gruppensieg mit Bravour gewonnen wurden. Es gab nicht ein Moment, wo der SGÜ-Anhang einen Zweifel am jeweiligen Sieg des Teams gehabt hätte. Zu deutlich waren Präsenz und Siegeswille der Mannschaft über die 20-Minuten-Distanz auf dem Feld. Die Einstellung stimmte, die Lauf- und Einsatzbereitschaft waren da und selbst der Spielwitz gesellte sich dazu. Das letzte Match gegen einen nie aufgebenden Gegner wurde wohl mehr als Lustspiel betrachtet, was den hervorragenden Gesamteindruck ein wenig trübte. Nichtsdestotrotz kann man dem Team um Kapitän Torben Enigk nur respektvoll zur souveränen Oberliga-Qualifikation gratulieren. Man darf nicht vergessen, dass dies zum 3. Mal in Folge geschehen ist, was die Qualität des Kaders wiederspiegelt. Der SGÜ-Anhang freut sich mal wieder auf eine spannende und fahrtenreiche Saison. Glückwunsch „A-Team“!

Es spielten: Nils Waldrich (TW), Max Heidrich (TW), Julius Steinhauer (3,3,1), Philipp Thomas (4,0,2), Torben-Bo Enigk (1,3,0), Tom van der Heuvel (1,2,1), Jesko Hünselar (0,3,0), Salomo Ortega-Sawal (0,1,2), Till Kriege (2,0,0), Tom Schiffbauer (0,0,2), Florian Brombach (0,1,0), Jonas Graef (0,1,0), Fredrik Camp und Jakob Oerl

Bild: C. Simon

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