2. Tabellenplatz zurückerobert!

mA-OL:    SG Überruhr   –  Ohligser TV         34 : 22   (19 : 11)

In beidseitigem Einvernehmen hatten sich die SGÜ und der TV Ohligs auf eine Spielnachverlegung innerhalb der Woche geeinigt, um einer möglichen Grippewelle aus dem Weg zu gehen. Trotzdem musste der OTV beim Nachholspiel aus dem 16. Spieltag auf seinen etatmäßigen Torwart verzichten, trat aber ansonsten mit der gleichen Mannschaft auf, die uns im Hinspiel eine bittere Niederlage und den 8. Platz in der noch jungen Oberligasaison einbrachte. Die Überruhrer waren im Vergleich zum Hinspiel mit Bastian Brill, David Crowther, Luca Felter,  sowie Dennis und Rene Seifert zusätzlich zum Stammkader für den Gegner nicht wiederzuerkennen. Somit ging die SGÜ bei einer annehmbaren Zuschauerresonanz für einen Freitagabend als klarer Favorit in die Begegnung.

Nach altem Muster fing die Begegnung mit einem gegenseitigen Beschnuppern bis zur 5. Minute beim Stand von 3:3 an. Irgendwie sind die ersten fünf bis zehn Minuten nicht unser Ding, denn hier geht viel Potential in der Abtastphase verloren. Gegen aggressive Teams, wie Kaldenkirchen oder der ETB, geraten wir meistens in dieser Phase deutlich ins Hintertreffen und müssen dann in der Folgezeit den gegnerischen Vorsprung kraftraubend aufholen. Selbst eine frühe Zeitstrafe (8.) des früh durchgreifenden Gespanns gegen den OTV wurde von den Essenern nicht genutzt und man fragte sich auf der Tribüne, wann wohl der Turbo eingeschaltet werden würde. Zum Glück passten sich die Solinger unserem Spieltempo an und überließen der SGÜ die Initiative ab der 10. Minute. So erarbeitete man sich aus einem mageren 5:4-Zwischenstand eine deutliche 9:5-Führung bis zur 14. Minute.  Doch diese Führung brachte keine Sicherheit. Die Abwehr ließ dem Gegner bis zu diesem Zeitpunkt noch zu viel Freiheiten und die Solinger kamen bis zur 17. Minute auf 9:7 heran, so dass sich Pierre zu einer Auszeit genötigt sah. Diese war von Erfolg gekrönt, den auf einmal passte wieder alles und die Überruhrer zogen unwiderstehlich auf 15:9 (22.) davon. Selbst eine Auszeit des OTV konnte den SGÜ-Lauf nicht stoppen, so dass am Ende der 1. Halbzeit mit 19:11 der Grundstein zum Sieg gelegt worden war.

Aufgrund des deutlichen Vorsprungs verlegten sich die Essener zu Beginn der zweiten Hälfte auf das Verwalten des Ergebnisses. Dies gelang durchweg gut, denn Ohligs konnte den Vorsprung nicht verkürzen. Vielmehr arbeitete unser Team konzentriert daran, den Gegner nicht wieder ins Spiel kommen zu lassen und hielt den Vorsprung von 8 Toren bis zur 42. Minute fest (24:16). Dann ereilte die Solinger eine kurze Schwächephase, die von unseren Jungs konsequent zu einer 28:18-Führung bis zur 50. Minute ausgebaut wurde. Damit ergab sich der Gast in sein Schicksal, spielte zwar munter mit, riß sich aber kein Bein mehr aus. Die letzten zehn Minuten wurden von unserem Team souverän heruntergespielt und Pierre war in der Lage sämtlichen Akteuren genug Spielzeit zu geben. So stand ein ungefährdeter und in der zweiten Hälfte souverän verwalteter 34:22-Sieg beim Ertönen der Schlusssirene fest.

Nach diesem Match musste man sich einfach fragen, was beim Hinspiel schief gelaufen war. Eigentlich hatte man nie den Eindruck, dass dieses Spiel verloren gehen könnte und wenn ja, dann nur weil sich die SGÜ selbst im Weg stand. Lediglich die durchwachsene Anfangsphase, in der man scheinbar immer auf der Suche nach der Tagesform ist, wirkt für den Anhang etwas bedenklich. Wenn die Maschine erstmal läuft, ist das Team schwer aufzuhalten. Die souveräne Vorstellung in der zweiten Hälfte, in welcher man über die volle Distanz die Kontrolle über Ball, Gegner und Uhr behielt, war dafür höchst erfreulich. Diese Leistung gilt es im schweren Auswärtspiel bei der Mannschaft der Stunde, dem Vohwinkeler STV aus Wuppertal, zu bestätigen. Die Wuppertaler haben aus den letzten sieben Spielen sechs Siege nach Hause geholt und unter anderem dem Oberligaprimus aus Kaldenkirchen die einzige Saisonniederlage beigebracht!!! Also gilt es am kommenden Dienstag, dem 27.02.18 um 19:00 Uhr, den Gegner, der sich vom letzten auf den neunten Platz vorgearbeitet hat, nicht zu unterschätzen, um den zweiten Platz in der Oberliga vor der Konkurrenz aus Haan, Essen und Krefeld zu verteidigen.

Es spielten: Nils Waldrich (TW), Rene Seifert(TW), Philipp Thomas (10/1), Tom van der Heuvel (5), David Crowther (5), Bastian Brill (4), Dennis Seifert (3), Manuel Rademacher (2), Torben-Bo Enigk (1),  Jonas Graef (1), Jesko Hünselar (1), Florian Brombach (1), Luca Felter (1) und Ole Vetterlein

Bild: Corina Simon

331 gesamt gelesen 1 mal gelesen heute